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SUMMER of ENGINEERING 2016

SUMMER of ENGINEERING 2016

01 01 Die Basisplatinen

01 01 Die Basisplatinen werden in der eigenen Werkstatt an die Kundenanforderungen angepasst 02 03 02 Gesellschafter Jens-Achim Kessel 03 Erik Lins entwirft neue Baugruppen 04 Standort- und Leistungsdaten werden per Mobilfunk über tragen und können komfortabel ausgewertet werden 05 Internetgestützte Datenerfassung auf einer einheitlichen Plattform 06 Burkhard Schranz testet den Datenlogger mit dem Firmen-Motorrad 07 Vom Sensor bis zur Auswertung OPTIMEAS Häuser zerstören können. Schranz weiter: „Zur Übersichtsmessung von großen Flächen wie einem Bergbaugebiet werden seismische Ereignisse über verschiedene Erschütterungsmessstellen mit entsprechenden Sensoren ermittelt. Das Messsystem erfasst Bodenbewegungen, die anthropogene oder tektonische Ursachen haben können. Da sich diese Bewegungen oder Spannungszustände großflächig auswirken können, etwa auf naheliegende Gebäude und den Straßenverkehr, ist ein zuverlässiges Frühwarnsystem notwendig.“ Bei einer Alarmmeldung werden entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeleitet. Langfristig könnten so seismische Ereignisse vorhergesagt werden. Gerade für schwer zugängliche Messstellen, wie in diesem Fall, erweist sich die mobile Datenüber tragung als prädestiniert. Die relevanten Daten werden bei Bedarf automatisch in die Cloud übertragen. Eine weitere Aufgabe ist die Erschütterungsüberwachung im Bausektor. Hier müssen Gebäude, Straßen, Brücken, Tunnel und Staudämme überwacht werden. Gemäß DIN 4150. Das SmartGeo- Log wird den spezifischen Anforderungen durch die Kombination einer leistungsfähigen, aber energiesparenden Hardware mit speziell angepasster Software gerecht. Mit K-Utec AG als Servicepartner fließt zudem jahrelange Erfahrung im Bereich Geophysik und Geomechanik mit ein. INDIVIDUELLE ANFORDERUNGEN ERFÜLLEN Dr. Jens-Achim Kessel, ebenfalls Gesellschafter und Gründer von Optimeas sowie verantwortlich für Automatisierung, Regelungstechnik und die Entwicklung der Standardsoftwareprodukte, sagt: „Es ist eine unserer Stärken, dass wir unsere Kunden auf ihrem Fachgebiet abholen und die Projekte entsprechend kompetent umsetzen können. Gerade wenn man sich in die Themengebiete einarbeiten muss, können wir unsere Stärken ausspielen.“ Zu den eher „exotischen“ Projekten im geophysikalischen Bereich gehört auch die Lawinenüberwachung in Norwegen. Da das Land nur dünn besiedelt ist, werden Straßenabschnitte, die regelmäßig durch Lawinen verschüttet werden, per SmartGeoLog überwacht. „Unser System meldet den Lawinenabgang an die Leitwarte, die nun Räumfahrzeuge zur blockierten Straße schicken kann“, berichtet Burkhard Schranz. Ein weiterer großer Einsatzbereich für die Datenlogger ist die Anlagenüberwachung im Energiesektor. Damit lassen sich beispiels weise Umspannstationen, Wind- und Solaranlagen überwachen und fernwarten. Die Basiskomponenten für alle Systeme lässt Optimeas extern bestücken. Die Endmontage, Kalibrierung und Qualitätssicherung erfolgen im Haus. Die funktionellen Baugruppen werden von 50 SUMMER of ENGINEERING 2016

04 05 06 07 Dr. Erik Lins entworfen. Der Physiker erläutert: „Unsere Familie an Datenloggern basiert auf einer Plattform, die sich modular erweitern und an die individuellen Kundenanforderungen anpassen lässt.“ Das Besondere: Anders als herkömmliche Systeme – die typischerweise aus vielen Einzelkomponenten bestehen – ist bei den Optimeas-Geräten bereits alles eingebaut. Als Optionen stehen beispielsweise WLAN- und LTE-Anbindung, GPS oder Akkubetrieb zur Auswahl. DIE CLOUD STEHT IM ZENTRUM DER LÖSUNGEN Die Stärke der Optimeas-Systeme ist die Nutzung der Cloud zur Weitergabe und Analyse der Daten. Burkhard Schranz: „Optimeas wurde gegründet, bevor es die Begriffe Industrie 4.0 (I40) und Internet of Things (IoT) gab, doch das, was hinter diesen Schlagwörtern steckt, ist genau unsere Gründungsidee.“ Mit der Einführung des UMTS-Standards wurden die Datenmengen, die sich schnell per Mobilfunk übertragen lassen, immer größer. Und damit boten sich völlig neue Möglichkeiten, gesammelte Daten zu verarbeiten. „Unsere Aufgabe als Optimeas besteht vor allem darin, die Daten richtig zu kombinieren, um vernünftige Aussagen treffen zu können“, betont Schranz. „Das IoT wird sich stetig weiterentwickeln und derzeit findet der größte Ausbau im Bereich der Produktionsanlagen statt.“ Die Unternehmen hätten erkannt, dass ihnen Industrie 4.0 die Möglichkeit bietet, die Qualität ihrer Produkte zu erhöhen und reibungslosere Prozesse zu gewährleisten. „In den nächsten zehn Jahren wird I40 stark wachsen und ich bin gespannt, in welche Bereiche wir noch vordringen werden“, so Schranz. Bilder: Katja Friedl, Optimeas www.optimeas.de VIDEO Was ein Datenlogger mit Industrie 4.0 zu tun hat und wo die Firma Optimeas sonst noch überall auf 4.0-Niveau ist, sehen Sie hier. http://bit.ly/SOE2016_optimeas SUMMER of ENGINEERING 2016 51